Als durchaus „Robern-lastig“ durfte man die kurze Sitzung öffentliche Sitzung des Fahrenbacher Gemeinderates im Bürgerzentrum am Limes bezeichnen. Nicht nur dass der stellvertretende Bürgermeister Benedikt Münch - ein waschechter Roberner - die Sitzungsleitung hatte, nein auch die Themen die neben den Bekanntgaben und Anfragen auf dem Plan standen befassten sich mit diesem Ortsteil.
Zunächst ging es um den Mühlenweg, einer innerörtlichen Nebenstraße, der nicht nur der Glasfaserausbau, sondern auch die ausgewiesene Umleitung bei den diversen Sanierungsarbeiten an der Landstraße zugesetzt hat. Besonders durch LKW-Verkehr gab es erhebliche Schäden am Pflasterbelag und zudem haben die Stadtwerke bei einer Untersuchung diverse Mängel bei der Wasserversorgungsleitung festgestellt. Ein Hydrant muss ebenso ersetzt werden wie ein Schieberkreuz im Pflasterbereich und auch einige Hausanschlüsse sollten im Rahmen der geplanten Arbeiten erneuert werden. Die Arbeiten, so die Verwaltung, wurden beschränkt ausgeschrieben. Das günstigste Angebot legte die Firma Schuler-Bau aus Mosbach vor der, vom Gemeinderat nach kurzer Erörterung, der Zuschlag erteilt wurde. Die Arbeiten am Straßenkörper, die teilweise von der aktuell mit dem Glasfaserausbau betrauten Fa. Leonet mitfinanziert werden und die Arbeiten an der Wasserversorgung liegen bei je rund 40.000,- €.
Am Ortseingang von Robern wurde kürzlich das Baugebiet „Schneidersäcker“ erschlossen. Noch ist die Nachfrage nach den Plätzen eher dezent, so Sitzungsleiter Münch, doch eine erste konkrete Bauvoranfrage liegt vor. Im Amselweg soll ein Zweifamilienhaus entstehen, dessen Pläne allerdings leicht von den Festsetzungen des gültigen Bebauungsplanes abweichen. Geschossflächenzahl, Garagengrenzen und einem Balkon bedürfen deshalb der Befreiung von den Festsetzungen, die der Gemeinderat unisono auch gewährte. „Wir sind froh, dass endlich die Bautätigkeit am Ortsrand mit Blick auf den Roberner See aufgenommen wird“, so der Tenor.
Bei der Erläuterung der anstehenden Termine standen dann mit der Fastnacht der Schorlemafia und dem großen Umzug in Fahrenbach die beiden anderen Ortsteile im Fokus. So auch bei der Anfrage zum Thema Ganztages-Grundschule. Da, so Münch, gilt es derzeit einiges abzuklären bezüglich der Gestaltung und auch der notwendigen Bedarfe. Geprüft soll auch werden in wie weit man örtliche Verein mit ins Betreuungsprogramm integrieren kann. Eine neue Bürger-Plattform in Fahrenbach wollen fraktionsübergreifend die Fahrenbacher Gemeinderäte anbieten. Man plant sog. Bürgertreffs, um zu besonderen Themen mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen und so – in Ermangelung eines Ortschaftsrates - den Dialog zwischen Bürgerschaft und kommunalem Gremium zu fördern. Als Premierentermin wurde der 12. März genannt, an dem es zuvorderst um das Thema „Jugendraum und Angebote für die Jugend“ gehen soll.