Seit kurzem befindet sich das Kriegerdenkmal in Trienz am neuen Standort direkt neben der Friedhofshalle. Hier am Friedhofsgelände hat das Kriegerdenkmal, mit dem markanten steinernen Adler an der Spitze, seinen neuen Platz gefunden. Zuvor stand das Denkmal, das 1901 nach dem Deutsch-Französischen Krieg durch den damaligen Militärverein Trienz errichtet worden ist, auf einer Grünfläche entlang der Muckentaler Straße. Dort allerdings fand es mit Ausnahme der Gedenkfeiern am Volkstrauertag eher wenig Beachtung und außerdem war für das Mahnmal aus Sandstein eine dringende Sanierung von Nöten, erklärte Ortsvorsteherin Susanne Frauenschuh bei der Ansprache. Nach intensiven Beratungen im Ortschafts- und Gemeinderat und nach mehrheitlich positivem Feedback aus der Bevölkerung hat man sich daher unter Federführung des ehemaligen Ortsvorstehers Thomas Breitiger zur Restaurierung und zum Umsetzung entschlossen. Der neue Standort, so waren sich bei der offiziellen Übergabe alle einig, sorgt dafür, dass das Gedenken an die Opfer der Weltkriege und die Mahnung die davon ausgehen soll, noch mehr in den Fokus aller Generationen rückt. Jeder Friedhofsbesucher kommt am Denkmal vorbei und sieht jetzt auch wieder die deutlich lesbaren Namen der auf dem Denkmal gewürdigten Personen.
Für das Denkmal selbst war es der zweite Umzug, denn bis zu den 70er Jahren stand das Mahnmal an der heutigen Kreuzung Limbacher Weg/Muckentaler Straße/Römerstraße, wo es dann aber dem Neubau der Ortsdurchfahrt weichen musste. Für die aktuelle Umsetzung des Kriegerdenkmals war im Übrigen die Zustimmung von den Denkmalschutzbehörden beim Landratsamt Mosbach bzw. beim Regierungspräsidium Karlsruhe notwendig. Von dort gab es auch die ein oder andere Forderung, denen sich die von der Gemeinde beauftragte Fachfirma Steinkunst Hiller aus Mudau stellen musste. Es gab also viel zu tun für Chefin Kim Hiller-Schlär und ihr Team, denn am Sandstein von Sockel, Obelisk oder den nach dem 2. Weltkrieg angefügten Platten hatte der Zahn der Zeit doch schon gewaltig genagt. Besonders der mit einer Flügelspannweite von 1,95 Meter ausgestattete Adler an der Spitze des 5,65 Meter hohen Mahnmals erforderte viel Arbeitsaufwand. Letztlich aber hat es sich gelohnt, wie Bürgermeister Jens Wittmann und Ortsvorsteherin Susanne Frauenschuh im Beisein einiger Gemeinderäte bemerkten, denn „wir haben jetzt das Denkmal wieder zum Strahlen gebracht.“ Unterstützt wurde das Umsetzungsprojekt durch die Franz und Gertrud Schenzinger-Stiftung für die Dr. Alexander Ganter vor Ort war. An die Stiftung, so Susanne Frauenschuh, geht ein großes Dankeschön, denn sie hat sich bereit erklärt einen Teil der Kosten für die Beschriftung der Sandsteinplatten zu übernehmen. Für die Präparierung des neuen Standorts zeichnete die Baufirma Mackmull aus Muckental verantwortlich, für die Seniorchef Bernd Mackmull mit seiner Frau Isolde gekommen war. Gelobt wurde auch der gemeindliche Bauhof mit Leiter Martin Schmitt, der bei allen Arbeitsschritten am alten und neuen Standort involviert war. „Wir haben einiges investiert“ so Bürgermeister Jens Wittmann, doch es hat sich gelohnt. Wir können alle stolz sein auf die gelungene Maßnahme, die Gedenken und Mahnung generationenübergreifend in die Bevölkerung trägt – und das ist in der heutigen Zeit ja wichtiger denn je“.