Vor ausbaubarer, aber unterm Strich ausreichend großer Kulisse begrüßte Matthias Brand, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Fahrenbach, seine Kameraden aus den aktiven Abteilungen und die Mitglieder der Ehrenabteilung. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Wittmann - der Schirmherr der Brandbekämpfer -, einigen Vertretern des Gemeinderats, Uwe Köbler - als Feuerwehrsachbearbeiter der Kontaktmann ins Rathaus – sowie Bruno Noe als stellvertretendem Kreisbrandmeister.
Nachdem man den verstorbenen Wehrmännern gedacht hatte, stieg Brand mit seinem Bericht in die Tagesordnung ein. Die Wahl der aktuellen Wehrführung habe, so der Kommandant, noch im Zeichen Coronas gestanden, im neuen Gremium habe man sich Ziele gesteckt, Aufgaben verteilt und sich auf den Weg gemacht. Und – soviel sei vorweggenommen – etliche der anvisierten Ziele konnten auch erreicht werden. Von der eingeleiteten Beschaffung eines Mannschafttransportwagens über die Umstellung auf Digitalfunk, die Mitarbeit an der neu formierten Drohneneinheit des Neckar-Odenwald-Kreises sowie die Erstellung des neuen Feuerwehrbedarfsplans gemeinsam mit dem Büro Forplan reichten Brands Ausführungen. „Besonders stolz bin ich aber auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen in allen Abteilungen: gemeinsam haben wir es geschafft, einen Zuwachs von 30 % zu erzielen.“, freute er sich ausdrücklich über die positive Personalstatistik. Denn klar, Technik spielt natürlich eine wichtige Rolle bei den Floriansjüngern, aber ohne Menschen, die sie bedienen können, ist sie eben nicht viel wert. Ebenso positiv: die Kameraden der Wehr sind fortbildungswillig und belegen kreisweit einen Spitzenplatz, was Kursbesuche angeht.
Nach einigen Einsatzzahlen lobte Matthias Brand auch Bürgermeister Wittmann und das harmonische Zusammenspiel zwischen Wehr, Gemeinderat und Verwaltung. So wurden in den letzten 6 Jahren als größte Posten 181.000 € in Ausstattung und Unterhaltung investiert, 70.000 € in Bekleidung und 31.000 € in die erwähnten Aus- und Fortbildungen. Mit dem Dank an seine Mannschaft für die tolle Einsatzbereitschaft schloss er seinen Bericht und leitete über zum Bericht der Jugendfeuerwehr.
Klaus Schork leitet diesen Teil der Feuerwehr seit Gründung 2014 und berichtete von den Aktivitäten, den schwankenden Mitgliederzahlen und dem gewachsenen Engagement, was die Ausbildung der Nachwuchskräfte angeht. Mit 6 Ausbildern aus nun allen Abteilungen ist man hier auf gutem Weg, mit Luca Mollo absolvierte unlängst ein Eigengewächs der Jugendfeuerwehr den Jugendwartlehrgang an der Jahresfeuerwehrschule Bruchsal.
Mit dem Dank an Klaus Schork, der nach über 10 Jahren als Jugendleiter ins 2. Glied zurücktrat, wurde übergeleitet zu den Wahlen, die für Kommandant und Stellvertreter laut Feuerwehrgesetz geheim durchzuführen sind. Von BM Wittmann geleitet, wurde Matthias Brand mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt, mit einem ebensolchen Ergebnis wurde Markus Wesch aus Robern zu seinem Stellvertreter gewählt. Das Schriftliche regelt künftig Florian Huß, als Beisitzer fungieren weiterhin Matthias Dettlaff, Benedikt Münch und Stefan Köbler. Zum neuen Jugendwart wurde Luca Mollo bestellt, als Altersobmann – eine neu geschaffene Funktion – fungiert Klaus Münch.
„Ich habe euch ja bereits bei den Abteilungsversammlungen gesehen, daher halte ich heute mal ein etwas anderes Grußwort.“, eröffnete BM Wittmann die Grußworte und verlas einen nachdenklichen Text über die Gedanken, die sich ein Feuerwehrmann im Dienst wohl macht. Er betonte aber auch, dass es ihm und der Gemeinde eine besondere Verpflichtung sei, die Kameraden der Feuerwehr bestmöglich auszustatten.
Bruno Noe schloss sich Wittmann an und überbrachte die besten Grüße von Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr sowie der Kreisspitze um Landrat Dr. Brötel. Er hatte interessante Statistiken dabei und informierte, was in Sachen Feuerwehr und Katastrophenschutz im laufenden Jahr alles geplant sei – insbesondere soll eine Großübung im Bauland stattfinden unter dem Projektnamen „Grauer November“. Er warb für die Mitarbeit im Führungsstab und lud ein, den modernen Stabsraum und den Einsatzleitwagen gerne zu besichtigen. Seine Ausführungen schloss er, ebenso wie vor ihm BM Wittmann, mit dem Wunsch nach guten Übungen und möglichst wenig Einsätzen.
Zum Ende der Tagesordnung stand dann noch ein Highlight auf dem Programm. Für sein langjähriges Engagement als Führungskraft in der Abteilungswehr Fahrenbach wurde Manuel Haag mit der silbernen Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet, die ihm Kommandant Brand schwungvoll ans Revers heftete.