Zu Beginn seiner Klausurtagung informierte sich der Fahrenbacher Gemeinderat im Beisein von Revierförster Wolfgang Kunzmann und Steffen Mayer von der Forstbetriebsleitung über den Zustand der Gemeindewälder. Der ist, so Kunzmann, relativ gut und derzeit sei auch ein einigermaßen planmäßiger Einschlag gewährleistet. Der Holzpreis selbst passt und das geerntete Holz ist auch gut verkäuflich. Natürlich gelte es für Forstleute und Gemeinde immer am Ball zu bleiben, auf neue Schadbilder evtl. zu reagieren und sich den Zukunftsanforderungen zu stellen.“ Da kann es auch wieder sein, dass wir eine gemeinsame Baumpflanzaktion organisieren“, erklärte Wolfgang Kunzmann mit Blick auf die guten Erfahrungen der letzten Gemeinschaftsaktion als Jung und Alt gemeinsam anpackten.
Ein großes Thema war beim Flurgang auch die Umgestaltung einer Waldfläche am Friedhof Robern (in Richtung Fatima-Kapelle) zum Bestattungswald. Der Fachmann von der Forstbetriebsleitung erläuterte zunächst mal was ein „Bestattungswald“ überhaupt bedeutet. „Der Wald bleibt Wald und damit weiter eine für jeden zugängige Naturfläche, in der es durch Umwelteinflüsse auch natürliche Veränderungen geben kann“. Wichtig ist deshalb Bäume mit guter Bodenstabilität als Urnenplatz auszusuchen. Präferiert werden in anderen Waldflächen besonders jüngere Bäume. Möglich sei aber auch, dass an Sandstein-Findlingen entsprechende Möglichkeiten zur Urnenbestattung angeboten werden. Weil der Wald in seiner bisherigen Form erhalten bleibt, ist keine gesonderte Umwandlungs-Genehmigung erforderlich, so die Forstleute. Eine gute Kommunikation mit den Verantwortlichen wird aber empfohlen und die wurde von Bürgermeister Jens Wittmann für die weitere Planungsphase auch zugesagt. Die Nachfrage nach dieser alternativen Bestattungsform ist da und deshalb gilt es am Thema dran zu bleiben.
Auf dem Rückweg zum DGH Trienz - dort fand die Klausurtagung statt - wurde dann auch noch der neue Standort des Kriegerdenkmals am Friedhofsgelände inspiziert. Eine – wie man aus der Bevölkerung hört – gelungene Aktion, die das Kriegerdenkmal und damit auch das Andenken an die früheren Generationen doch ein Stück weit mehr in den Fokus rückt. Der Dank galt allen in Planung und Durchführung Beteiligten und auch der Franz und Gertrud Schenzinger-Stiftung für die finanzielle Unterstützung.