Der stv. Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl (MdL) hat am vergangenen Montag insgesamt 33 baden-württembergische Kommunen mit dem Gigabit-Award „Gigabitkommune@BW“ ausgezeichnet. Darunter waren auch die Gemeinden Fahrenbach, Limbach und Obrigheim. Die Bürgermeister Jens Wittmann, Thorsten Weber und Thorsten Sienholz nahmen zusammen mit Ines Braach, der zuständigen Koordinatorin beim Landratsamt Mosbach, die Auszeichnung per Urkunde und Stele aus Ministerhand in Empfang. Beides weist für jeden sichtbar aus, dass die Gemeinden jetzt über eine Gigabitversorgung (sprich 1.000 Mbit/s oder mehr) von mindestens 97,9 Prozent aller Haushalte verfügen und damit faktisch eine flächendeckende Versorgung des Gemeindegebiets vorweisen. Die Auszeichnung, so Minister Strobl, ist eine wertschätzende Anerkennung der Kommunen die dafür gesorgt haben ein leistungsfähiges digitales Netz entstehen zu lassen, das Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Stärke, eine moderne Verwaltung und gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land ist. Fahrenbachs Schultes Jens Wittmann sprach „vom Stolz, dass wir in Fahrenbach nun eine Glasfaserabdeckung von fast 100% der Haushalte haben. Da konnte allerdings nur geschafft werden, durch den Einsatz und die Begleitung durch die Gemeinde und das große Verständnis der Bürgerschaft. Das Ergebnis zeigt, dass sich der Aufwand gelohnt hat“. Sein Kollege aus der Nachbarschaft, Limbachs Bürgermeister Thorsten Weber, sieht das ähnlich. „Leistungsfähige digitale Netze mit einem schnellen Zugang zum Internet sind heute ein entscheidender Standortfaktor für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie für unserer Unternehmen. Ich bin deshalb sehr froh und freue mich, dass wir in allen unseren sieben Ortsteilen eine Glasfaserinfrastruktur haben, die 98 Prozent unserer gesamten Anschlüsse abdeckt. Die Auszeichnung als Gigabit-Kommune ist aber zugleich Ansporn, auch für die restlichen zwei Prozent zumindest mittelfristig eine Lösung zu finden. Gleichzeitig geht mein Appell an die Eigentümer der Glasfaserinfrastruktur, die der Kundenzufriedenheit dienende Serviceinfrastruktur nicht zu vernachlässigen, sondern ebenfalls konsequent auszubauen, so Weber. Obrigheims Bürgermeister Thorsten Sienholz, der privat vom Fahrenbacher Netz profitiert, sich beruflich aber über den Fortschritt in Obrigheim freut, sieht das genauso „Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für den Aufwand den man betrieb um die Gemeinde Obrigheim mit Glasfaser zu versorgen. Eine flächendeckende Abdeckung mit Glasfaser und dem damit verbundenen schnellen Internet birgt viele Vorteile für unsere Gemeinde auch künftig ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort zu sein“.
Das Land, so wurde bei der Verleihung deutlich gemacht, hat seit 2016 rund 3,53 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den Bundeszuschüssen ergibt sich ein Gesamtbetrag von mehr als sieben Milliarden Euro mit rund 3.700 Projekten für den baden-württembergischen Breitbandausbau. Die Gigabitverfügbarkeit liegt in Baden-Württemberg bei derzeit 76,63 Prozent. Vor allem der Glasfaseranteil steigt weiter stark an. 29,77 Prozent aller Haushalte haben bereits einen Glasfaseranschluss. Die Auswahl der ausgezeichneten Kommunen basiert auf den im Breitbandatlas des Bundes veröffentlichten Versorgungsdaten. Mit der Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“ würdigt das Digitalisierungsministerium den schnellen Fortschritt beim Ausbau leistungsfähiger Glasfaser- und gigabitfähiger Netze in Baden-Württemberg. Obrigheim, Fahrenbach und Limbach dürfen sich also jetzt „Gigabitkommune@BW“ nennen.