Einen Dresscode für Gemeinderatssitzungen gibt es ja nicht, dennoch überwog bei den vielen Zuhörern der jüngsten Sitzung des Fahrenbacher Gemeinderates die Farbe „Waidmanns-Grün“. Kein Wunder, denn im kurzen öffentlichen Teil der Sitzung ging es vornehmlich um die Verpachtung der gemeindlichen Jagdbögen für die Jahre 2026 bis 2035. „Alle neun Jahre wieder“, so eröffnete Bürgermeister Jens Wittmann die Beratungen, gelte es die Belange des Jagdwesens in der Kommune neu zu regeln. So traf sich im Januar die Jagdgenossenschaftsversammlung um eine neue Satzung zu beschließen und die schon bisher geltenden drei Jagdbögen als weiterhin geltend festzulegen und zu einer Jagdgenossenschaft zu vereinen. Während der Ausschreibungsfrist gingen diverse Angebote zur Bejagung ein. Die meisten Offerten gab es für den Jagdbogen in Trienz, der mit 491 Hektar auch der größte in der Gemeinde ist. Ihm folgen mit 468 Hektar der Jagdbogen Fahrenbach, die kleinste Fläche hat die Pächtergemeinschaft in Robern mit 349 Hektar zu bejagen. Schon in der Klausurtagung, wo die Jagdverpachtung ein Schwerpunkt war, kam man überein, dass man grundsätzlich die bestehenden Jagdpachtverträge verlängern will, da bislang die Zusammenarbeit von Jagdpächtern, Landwirten und Verwaltung sehr gut läuft. Kleine Änderungen waren aber doch von Nöten, da die bisherigen Jagdpächter Konrad Kleinschrot (Fahrenbach) und Horst Kirschenlohr (Trienz) keine Bewerbung mehr abgegeben haben. Ihnen galt der Dank des Bürgermeisters für das gute Miteinander in den letzten Jahren. Nachdem noch besprochen wurde, dass der Pachtpreis unverändert bleibt, die Deckelung für Wildschadensfälle um 300.-€ angehoben wird und auch die Regelungen zur Wildschadensverhütung im Wald so wie bisher beibehalten werden sollen, wurden die entsprechenden Beschlüsse gefasst. In Fahrenbach wird der Jagdpachtvertrag mit der Pächtergemeinschaft Dr. Rainer Kolb und Maurice Kolb abgeschlossen und in Robern mit Otto und Tino Kirschenlohr. Für den Jagdbogen in Trienz haben Bertold Nohe und Michael Frauenschuh in den nächsten neun Jahren die jagdliche Verantwortung. Diese Vergaben erfolgte ebenso einstimmig wie die Zustimmung zu einer Wohnhausmodernisierung mit Anbau in der Wagenschwender Straße in Robern. Bürgermeister Wittmann gab dann noch die anstehenden Termine – der Generalversammlungs-Marathon geht weiter- bekannt und berichtete von der Umfrage bezüglich der Ganztagesbetreuung an der Grundschule. Hier müssen die Antwortbogen der Eltern (Rücklaufquote 72 %) der künftigen Erstklässler jetzt im Detail ausgewertet werden. Es zeigt sich aber, dass Bedarf an einem Betreuungsangebot vor Unterrichtsbeginn und bis 15.00 Uhr besteht. Mit Blick auf die Tagespresse fragte Gemeinderat Schäfer wegen der Fertigstellung des Glasfaserprojektes in Robern nach. Die gemeldeten Probleme werden beseitigt, so die Zusage erklärte der Bürgermeister. Und das wurde bei Ratsmitgliedern und den Zuhörern gleichermaßen positiv aufgenommen.